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Leistung · Produktdaten

Produktdaten und EU-Vorgaben.

Produktdaten und PIM, bereit für GPSR, den Produktpass, Umweltaussagen, den AI Act und NIS-2.

  1. 01 · Welche VorgabenFünf EU-Vorgaben für Produktdaten
  2. 02 · TermineVorschriften und Daten in einer Tabelle
  3. 03 · UmfangWas wir im PIM aufbauen

Welche Vorgaben

Fünf EU-Gesetze betreffen Ihre Produktdaten und die Systeme, in denen sie liegen.

Jedes verlangt etwas anderes, doch alle laufen auf dasselbe hinaus: Die richtigen Daten müssen im System sein, in jeder Sprache korrekt und an die richtigen Vertriebskanäle gehen. Deshalb beginnen wir beim PIM. Wir sind keine Kanzlei; welche Vorgaben für Sie gelten, entscheidet ein Rechtsanwalt, und wir sorgen dafür, dass die Daten sie erfüllen.

  • GPSR: Hersteller, verantwortliche Person in der EU und Warnhinweise in jedem Online-Angebot.
  • Digitaler Produktpass (ESPR): Produktdaten hinter einem QR-Code, Produktgruppe für Produktgruppe.
  • Greenwashing-Regeln (ECGT): keine pauschalen „Öko“-Aussagen ohne Nachweis.
  • AI Act, Artikel 50: Transparenz für Chatbots und KI-generierte Inhalte.
  • NIS-2: sichere Systeme dort, wo Produktdaten liegen.

Termine in den EU-Vorgaben

Die EU-Termine, die Ihre Produktdaten einhalten müssen.

Termine aus den amtlichen Texten auf EUR-Lex. Nationale Termine für Richtlinien können abweichen.

  • Dez. 2024GPSR gilt ab 13.12.2024
  • März 2026nationale Gesetze zu Umweltaussagen fällig bis 27.03.2026
  • Juli 2026EU-Register für den Produktpass fällig bis 19.07.2026
  • Sept. 2026Regeln zu Umweltaussagen gelten ab 27.09.2026
  • Sept. 2026Garantiehinweis und Garantielabel ab 27.09.2026
  • Je GruppePflichten zum Produktpass, je ein delegierter Rechtsakt
  • Prüfungen im PIMmarkieren KI-Inhalte und unbelegte Umweltaussagen vor der Veröffentlichung
  • Keine KanzleiIhr Rechtsanwalt entscheidet, welche Vorgaben gelten, wir sorgen dafür, dass die Daten sie erfüllen

Quellen: EUR-Lex, Verordnung (EU) 2023/988 Art. 52 · Richtlinie (EU) 2024/825 Art. 4 · Verordnung (EU) 2024/1781 Art. 13 · Durchführungsverordnung (EU) 2025/1960 Art. 3; geprüft am 04.11.2026

Digitaler Produktpass

Fünf Schritte zur DPP-Bereitschaft.

Ein Produktpass ist kein IT-Projekt, das man kaufen kann. Er ist das Ergebnis gut geführter Produktdaten.

  1. Datenaudit und Roadmap

    Klären, wo die Daten für den Pass liegen, wem sie gehören und was fehlt.

  2. Eine Quelle in PIM oder MDM

    Produktdaten in Pimcore oder Akeneo zentralisieren statt in einem separaten DPP-Silo.

  3. Onboarding von Lieferantendaten

    Lieferanten liefern strukturierte, validierte Daten selbst, nicht per E-Mail und Tabelle.

    Lieferantenportal
  4. Architektur des Produktpasses

    Das PIM im Kern, mit einem Passgenerator, dem Connector zum EU-Register und APIs.

  5. Data Governance

    Klare Rollen und Freigabe-Workflows, vom Produktmanager bis zum Compliance-Verantwortlichen.

In einer Tabelle

Vorschriften und Produktdaten in einer Tabelle.

Stand der Termine: 24.10.2026. Nationale Termine für Richtlinien unterscheiden sich je nach Land.

Vorschriften und Produktdaten in einer Tabelle.
VorschriftGilt abWas sie von den Daten verlangtWas wir im PIM tun
GPSR (Verordnung 2023/988)13.12.2024Hersteller mit Post- und E-Mail-Adresse, verantwortliche Person in der EU, Produktidentifikation, Warnhinweise in der LandesspracheGPSR-Datenmodell in jeder Sprache, an Shop und Marktplätze übertragen
Digitaler Produktpass (ESPR 2024/1781)Register bis 19.07.2026; Pflichten je delegiertem RechtsaktDaten laut delegiertem Rechtsakt für die Produktgruppe, abrufbar über einen Datenträger wie einen QR-CodeDatenmodell für den Pass und eine öffentliche Passseite hinter einem QR-Code
Greenwashing (Richtlinie 2024/825)EU: 27.09.2026; Polen: 27.09.2027Umweltaussagen nur mit Nachweis; Angaben zu Haltbarkeit, Updates, Reparatur und ErsatzteilenPrüfungen erkennen unbelegte Aussagen in allen Sprachen und Kanälen und sperren die Veröffentlichung bis zur Freigabe
Garantielabel (Durchführungsverordnung 2025/1960)27.09.2026Ein harmonisierter Hinweis zur gesetzlichen Gewährleistung und ein Label, wenn der Hersteller eine gewerbliche Haltbarkeitsgarantie anbietetGarantiefelder je Produkt und Sprache, Hinweis und Label werden an den Shop übertragen
AI Act, Artikel 50 (Verordnung 2024/1689)02.08.2026Transparenz für Chatbots, Deepfakes und Ausgaben generativer KIKI-geänderte Felder markiert, Freigabe durch Menschen, Änderungshistorie, Erkennung von KI-Texten, Kennzeichnung im Shop
NIS-2 (Richtlinie 2022/2555)Nationale Gesetze; Polen: 03.04.2026Sichere Systeme: Risikomanagement, Monitoring, Kontinuität, IKT-LieferketteSichere Infrastruktur, Audit und Maßnahmenplan, Dokumentation, Prüfung der Dienstleister

Quellen: EU-Verordnungen und -Richtlinien wie angegeben; nationale Termine aus den polnischen Umsetzungsgesetzen. Stand: 24.10.2026.

Welche Daten fehlen in Ihrem PIM?

Mit der Liste der Vorgaben von Ihrem Rechtsanwalt prüfen wir Ihre Produktdaten und zeigen, was zuerst ergänzt werden sollte.

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Umfang

Was wir im PIM aufbauen.

01

GPSR-Datenmodell

Hersteller, verantwortliche Person in der EU, Warn- und Sicherheitshinweise in jeder Sprache; Hersteller als eigene Datensätze, damit eine Adressänderung eine Korrektur ist und nicht Tausende.

02

Digitaler Produktpass

Ein Modell aus Attributen, Dokumenten und Beziehungen, das mit jedem delegierten Rechtsakt wächst, und eine öffentliche Passseite hinter einem QR-Code, gespeist aus dem PIM.

03

Prüfung von Umweltaussagen

Automatische Prüfungen, die unbelegte Umweltaussagen erkennen, nach einem passenden Zertifikat suchen und die Veröffentlichung sperren, bis jemand sie freigibt.

04

Kontrolle von KI-Inhalten

KI-geänderte Felder markiert, Freigabe durch Menschen vor der Veröffentlichung, vollständige Änderungshistorie und Kennzeichnung von KI-Inhalten im Shop.

05

Sichere Systeme

Backups, Monitoring, Updates und Zugriffskontrolle für PIM und Shop, mit Audit, Dokumentation und Prüfung der Dienstleister.

06

Lieferantendaten

Daten für Produktpass und Sicherheit, mit openProd aus Lieferanten-PDFs und Tabellen erfasst, mit Klassifikationen wie ETIM.

So arbeiten wir

Vom Datenaudit zu Regeln, die dauerhaft funktionieren.

  1. 01

    Datenaudit

    Mit Ihrem Rechtsanwalt oder Compliance-Team klären wir, welche Vorgaben für Ihre Produkte und Märkte gelten, und prüfen dann, was fehlt, falsch abgelegt oder doppelt ist.

    ErgebnisEine Liste der Vorgaben und Datenlücken.
  2. 02

    Attributmodell

    Attribute, Wertelisten und Beziehungen für GPSR, den Produktpass, Umweltaussagen und die KI-Historie, in Pimcore, Akeneo oder Ergonode.

    ErgebnisCompliance-Attribute in Ihrem PIM.
  3. 03

    Prüfungen und Veröffentlichung

    Regeln und Workflows erkennen Lücken und riskante Inhalte vor der Veröffentlichung, und die Daten gehen an Shop, Marktplätze und Passseite.

    ErgebnisLücken vor der Veröffentlichung erkannt.
  4. 04

    Pflege

    Systeme bleiben sicher, und das Datenmodell wächst mit neuen delegierten Rechtsakten und Anforderungen der Kanäle.

    ErgebnisEin Datenmodell, das neuen Vorgaben folgt.

Referenzen

Strukturierte Produktdaten in der Praxis.

Das sind Produktdatenprojekte, keine Compliance-Projekte: Sie zeigen die strukturierten Daten, auf denen Compliance-Arbeit aufbaut.

Bolts, nuts and fasteners lying on an open technical catalogue.
Automatisierte Kataloge

Marcopol

Eine in Pimcore integrierte Lösung, die den ToolsWorld-Katalog, Sicherheitsdatenblätter und Konformitätserklärungen automatisch aus zentralen Produktdaten erstellt.

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The GTV warehouse with an automated vertical storage system and high-bay pallet racks.
ETIM-/BMEcat-Mapping

GTV

Ein zentrales Pimcore-System, erweitert um ETIM-Klassifikation, BMEcat-Export und das Tool ETIM Mapper.

Referenz lesen
A bathroom finished with Ceramika Paradyż tiles, with a dark green marble-effect floor.
PIM-, DAM- und E-Commerce-Hub

Ceramika Paradyż

Ein zentraler Hub für Produktdaten und Produktpräsentation, gebaut auf Pimcore.

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Referenzen ansehen

FAQ

Fragen zur Produktdaten-Compliance.

Sind Sie eine Kanzlei?

Nein. Welche Vorschriften für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte gelten, entscheidet ein Rechtsanwalt oder Ihr Compliance-Team. Wir bereiten Daten und Systeme so vor, dass die Anforderungen aus dieser Bewertung erfüllt, geprüft und gepflegt werden können.

Was verlangt die GPSR in einem Online-Angebot?

Nach Artikel 19 der Verordnung (EU) 2023/988, anwendbar seit dem 13.12.2024, muss ein Online-Angebot für ein Verbraucherprodukt Folgendes zeigen: Name sowie Post- und E-Mail-Adresse des Herstellers, die verantwortliche Person in der EU, wenn der Hersteller außerhalb der EU sitzt, die Produktidentifikation wie Bild und Typ sowie Warn- und Sicherheitshinweise in der Sprache des Verkaufslandes.

Ab wann ist der Digitale Produktpass Pflicht?

Produktgruppe für Produktgruppe. Die ESPR (Verordnung (EU) 2024/1781) gilt seit dem 18.07.2024, und die Kommission musste das Register für den Produktpass bis zum 19.07.2026 einrichten. Die Pflicht für eine Gruppe beginnt aber erst mit einem delegierten Rechtsakt für diese Gruppe und gilt frühestens 18 Monate nach seinem Inkrafttreten. Laut dem vorläufigen Plan der Kommission kommt der Rechtsakt für Eisen und Stahl zuerst, im 4. Quartal 2026, danach 2027 Textilien, Reifen und Aluminium. Der Batteriepass (Verordnung (EU) 2023/1542) gilt ab dem 18.02.2027 für LV-Batterien, Industriebatterien über 2 kWh und Elektrofahrzeugbatterien. Mehr dazu in PXM und regulatorische Compliance.

Was ändert sich mit den Greenwashing-Regeln?

Die Richtlinie (EU) 2024/825 verbietet pauschale Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“ ohne Nachweis sowie Aussagen über ein ganzes Produkt, die nur für ein Merkmal gelten. Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie ab dem 27.09.2026 anwenden, die nationalen Gesetze unterscheiden sich jedoch: Das polnische Umsetzungsgesetz (Gesetzblatt Dz.U. 2026, Pos. 1353) tritt am 27.09.2027 in Kraft. Wenn Sie in anderen EU-Ländern verkaufen, prüfen Sie den dortigen Termin mit einem Rechtsanwalt.

Verlangt der AI Act eine Kennzeichnung KI-generierter Produktbeschreibungen?

Artikel 50, anwendbar ab dem 02.08.2026, nennt Produktbeschreibungen nicht direkt. Er erfasst Chatbots, die Kunden mitteilen müssen, dass sie mit einer KI sprechen, die maschinenlesbare Kennzeichnung von Ausgaben generativer KI durch die Anbieter, Deepfakes sowie KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse, sofern sie nicht von einem Menschen geprüft und redaktionell verantwortet werden. Für generative Systeme, die vor dem 02.08.2026 in Verkehr gebracht wurden, gilt für die Kennzeichnung die Frist 02.12.2026 (Verordnung (EU) 2026/1744). Siehe auch KI-generierte Inhalte und SEO.

Gilt NIS-2 für PIM- und E-Commerce-Systeme?

Wenn Ihr Unternehmen nach dem NIS-2-Gesetz Ihres Landes eine wesentliche oder wichtige Einrichtung ist, fallen die Systeme, in denen Produktdaten liegen, also PIM, Shop und Integrationen, unter dessen Risikomanagement. Wenn wir diese Systeme betreuen, sind wir Teil Ihrer IKT-Lieferkette. In Polen gilt das geänderte Gesetz über das nationale Cybersicherheitssystem ab dem 03.04.2026; betroffene Einrichtungen müssen die Pflichten bis zum 03.04.2027 erfüllen, und wesentliche Einrichtungen schließen ihr erstes Audit bis zum 03.04.2028 ab.

Auf welchem PIM setzen Sie das um?

Wir arbeiten mit Pimcore (wir sind Pimcore Platinum Partner) und Ergonode und implementieren Akeneo. Datenmodell, Prüfungen und Veröffentlichung in die Kanäle bauen wir in dem System, das Sie bereits nutzen. Wenn Sie noch kein PIM haben, helfen wir bei Auswahl und Implementierung.

Wo fangen wir an?

Mit einem Datenaudit. Wir prüfen, welche Daten für GPSR, den Digitalen Produktpass und die Regeln zu Umweltaussagen Sie bereits haben, wo sie liegen und was fehlt. Das Ergebnis ist eine Liste der Lücken und ein Plan: Attributmodell, automatische Prüfungen und Veröffentlichung in die Kanäle.

Olgierd Mrozik, CEO of LemonMind
Olgierd MrozikCEO, LemonMind
Olgierd MrozikCEO, LemonMind

Unsicher, wo Sie anfangen sollen?

Prüfen wir, welche Compliance-Daten Sie bereits haben.

In einer kostenlosen Beratung prüfen wir, welche Daten schon in Ihrem PIM sind, was fehlt und was sich automatisch prüfen lässt.

30 Minuten. Google Kalender öffnet sich in einem neuen Tab.

  • 2010 gegründet
  • 300+ Projekte
  • 70+ PIM- und E-Commerce-Implementierungen