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PIM und PXM

Excel-Tabellen vs. moderne PXM-Systeme

Lesezeit: 10 Min.

Warum moderne PXM-Systeme die bessere Alternative zu Excel für das Management von Produktdaten sind.

Auf dieser Seite 9 Abschnitte

Excel-Tabellen vs. moderne PXM-Systeme: Wann lohnt sich der Wechsel?

Einleitung

Jede große Geschichte fängt klein an, auch im Produktdatenmanagement. Stellen Sie sich einen kleinen Onlineshop vor, der gerade in den E-Commerce einsteigt. Der Gründer legt die erste Produktliste in Excel an: Namen, Beschreibungen, Preise. In dieser Phase wirken Tabellen wie die ideale Lösung. Alles ist an einem Ort, leicht zu bearbeiten und „unter Kontrolle“. Das Unternehmen wächst langsam, und Excel kommt noch mit. Aber reicht das auf Dauer, wenn es um Wachstum oder den Wechsel zu einem PXM-System geht?

Mit der Zeit nimmt das Geschäft Fahrt auf: Die Zahl der Produkte steigt, neue Kategorien und Vertriebskanäle kommen hinzu. Das Team arbeitet weiter mit Tabellen, doch die Excel-Datei, die früher tadellos funktionierte, stößt an ihre Grenzen. Dutzende Spalten, Tausende Zeilen und immer mehr Datenfehler gehören zum Alltag. Die Pflege von Produktinformationen wird zur Last. Viele Unternehmen erreichen einen kritischen Punkt, an dem sich der Wechsel von Excel zu PXM lohnt. Das ist die typische Phase, in der das Produktdatenmanagement mehr braucht als einfache Tabellen.

Die entscheidende Frage lautet: Sind Excel und Google Sheets noch die besten Lösungen? Gibt es ein besseres Werkzeug für das Management von Produktdaten, vor allem im B2B-E-Commerce? Genau dann lohnt sich ein Blick auf moderne PXM- und PIM-Systeme, die in schnell wachsenden Unternehmen immer öfter die Tabellen ersetzen. Bevor Sie wechseln, vergleichen wir Tabellen und PXM und zeigen, wann sich die Investition in eine neue Lösung lohnt.

Definition

Tabellenkalkulationen wie Microsoft Excel oder Google Sheets sind seit Jahren die Grundwerkzeuge für die Arbeit mit Produktdaten. Kleine Unternehmen und Start-ups wählen sie oft für die erste Produktliste: Beschreibungen, Preise, Bestände, alles landet in einer Tabelle. Im kleinen Maßstab ist das praktisch und kostenlos. Wächst das Unternehmen jedoch, besonders im E-Commerce oder B2B-E-Commerce, reicht dieser Ansatz oft nicht mehr. Dann lohnt sich die Einführung eines PXM- oder PIM-Systems.

Mit dem Wachstum eines Unternehmens reichen Tabellen für das Management von Produktdaten nicht mehr aus. Hier kommen moderne Systeme für PXM (Product Experience Management) ins Spiel. Klassische PIM-Lösungen (Product Information Management) sammeln Produktdaten. PXM dagegen konzentriert sich auf die Darstellung dieser Daten und das Kundenerlebnis. Mit PXM verwalten Sie Inhalte zentral und verteilen sie automatisch an alle Vertriebskanäle, vom Onlineshop bis zum Printkatalog. Bei PXM für den E-Commerce wird eine an einer Stelle geänderte Beschreibung sofort an allen Kontaktpunkten synchronisiert, ohne Handarbeit und ohne Fehlerrisiko.

Auf dem Markt gibt es verschiedene PIM- und PXM-Lösungen, etwa Pimcore, OroCommerce und Akeneo. Alle unterstützen den Omnichannel-Vertrieb und liefern Kunden konsistente, ansprechende Produktinformationen, online wie offline. Sie sind nicht nur Datenspeicher, sondern umfassende Plattformen für das Management von Produktdaten und Einkaufserlebnis, die den Anforderungen des modernen B2B- und B2C-E-Commerce entsprechen. Der Wechsel von Tabellen zu einem spezialisierten PXM-System ist ein Schritt zu Ordnung, Skalierbarkeit und Professionalität.

Probleme mit Tabellen

Für kleine Unternehmen sind Tabellen bequem. Mit wachsender Zahl an Produkten und Vertriebskanälen werden sie jedoch zu einer echten Einschränkung. Welche Probleme mit Excel bei vielen Produkten haben Unternehmen, die für das Management von Produktdaten noch ausschließlich auf Tabellen setzen?

  • Fehler in Produktdaten sind die häufigste Folge der Arbeit mit einer umfangreichen Excel-Datei. Bei Hunderten Spalten und Tausenden Zeilen passieren schnell Tippfehler, Überschreibungen oder verwechselte Dateiversionen. Im B2B-E-Commerce, wo Kunden verlässliche technische Daten erwarten, schwächt jeder Fehler das Vertrauen in die Marke. Eine versehentlich verschobene Zeile kann dazu führen, dass ein Kunde die falsche Beschreibung oder den falschen Preis sieht. Auch deshalb ist der Wechsel von Excel zu PXM so wichtig für stabile, verlässliche Daten.
  • Fehlende Automatisierung von Produktdaten in Tabellen bremst das Team und sorgt für Frust. Jede Änderung (ein neues Produkt, ein neuer Preis, eine geänderte Beschreibung) erfordert manuellen Aufwand. Bei einem größeren Sortiment sind das Stunden wiederkehrender Arbeit, die ein PXM-System einsparen würde. Automatische Aktualisierungen und Massenoperationen fehlen in Excel, in PXM sind sie Standard.
  • In einer Omnichannel-Umgebung wird jede manuelle Aktualisierung von Produktdaten mühsam und fehleranfällig. Wer auf mehreren Plattformen verkauft, braucht Konsistenz, und Tabellen sind für diesen Umfang nicht gemacht. Inhalte in verschiedene Systeme zu kopieren, kostet viel Zeit. Im PXM-System aktualisieren Sie die Daten einmal, und die Änderungen sind überall sichtbar. Das spart viel Zeit und sichert die Konsistenz.
  • Kommen ERP, CRM oder E-Commerce-Plattformen hinzu, wird die Integration von Produktdaten entscheidend. Excel bietet keine automatischen Verbindungen: Daten müssen manuell übertragen werden, was zu Fehlern und Verzögerungen führt. Tabellen werden zu Datensilos, die das ganze Unternehmen bremsen. Ein PXM-System mit offener API dagegen integriert sich reibungslos mit den übrigen Systemen und lässt das Unternehmen ohne Chaos wachsen.

Kurz gesagt: Excel reicht für 20 Produkte, bei 200 oder 2.000 wird es zum Wachstumshemmnis. Wenn Ihr Unternehmen wirksam wachsen will, brauchen Sie ein Werkzeug, das mitwächst. Manchmal ist der beste Schritt zu Ordnung und Skalierbarkeit der Wechsel von Excel zu PXM, gerade im anspruchsvollen B2B-E-Commerce.

Vorteile von PXM-Systemen

Wenn Tabellen nicht mehr ausreichen, lohnt sich ein Blick auf die konkreten Vorteile eines modernen PXM-Systems. Warum investieren Unternehmen, besonders im B2B-E-Commerce, in Product Experience Management? Hier die wichtigsten Gründe:

  • Bessere Qualität und Konsistenz der Produktdaten sind einer der größten Vorteile eines PXM-Systems. Die Daten liegen zentral an einem Ort, der sogenannten „Single Source of Truth“. Jede Änderung (etwa an Beschreibung oder Preis) ist sofort in allen Vertriebskanälen sichtbar. Im E-Commerce und B2B-E-Commerce ist es entscheidend, dass Kunden immer aktuelle, verlässliche Informationen sehen. Außerdem erzwingt das System standardisierte, vollständige Daten. Das senkt das Fehlerrisiko deutlich.
  • Die Automatisierung von Produktdaten in PXM beschleunigt die tägliche Arbeit Ihres Teams erheblich. Anders als bei manueller Arbeit in Excel lassen sich Änderungen in großen Mengen und automatisch umsetzen, etwa gleichzeitig im Onlineshop, in der mobilen App und auf dem Marktplatz. Dank Integrationen, etwa mit dem ERP, aktualisiert das PXM-System die Daten automatisch in allen Kanälen. Das spart Dutzende Stunden pro Woche, die in die Weiterentwicklung des Angebots und in strategische Aufgaben fließen können.
  • Einer der größten Vorteile ist die einfache Integration von PXM mit ERP, CRM und E-Commerce-Plattformen. Dank offener APIs wird PXM zur „Steuerzentrale“ für Produktdaten. Es sendet und empfängt Informationen aus anderen Systemen ohne manuelles Eingreifen. Für Unternehmen im B2B-E-Commerce sind diese Automatisierung und Synchronisierung die Grundlage für effiziente Abläufe und wenige Fehler. Sie legen ein neues Produkt einmal an, und es erscheint in der gesamten Systemlandschaft des Unternehmens.
  • Das PXM-System ermöglicht personalisierte Inhalte für bestimmte Märkte, Kundensegmente oder Vertriebskanäle. So passen Sie Beschreibungen, Empfehlungen oder Fotos an die Erwartungen der Zielgruppe an und verbessern das Einkaufserlebnis. Wichtig: PXM-Lösungen sind voll skalierbar und bewältigen Tausende Produkte, Sprachen und Varianten. Damit sind sie ideal für Unternehmen, die wachsen wollen, ohne technische Grenzen und ohne Abstriche bei der Datenqualität.

Kurz gesagt: PXM bedeutet Ordnung, Automatisierung und die Fähigkeit, schnell zu wachsen, in der Omnichannel-Welt.

Wann ist es Zeit für den Wechsel?

Wir wissen bereits: Tabellen haben viele Grenzen, und ein modernes PXM-System kann das Produktdatenmanagement deutlich verbessern. Doch wann genau ist der richtige Moment für den Wechsel von Excel zu PXM? Diese Warnsignale helfen Ihnen einzuschätzen, ob Ihr Unternehmen eine leistungsfähigere Lösung braucht:

  • Eine Flut an Produkten ist ein Warnsignal, besonders im B2B-E-Commerce mit umfangreichen, vielfältigen Katalogen. Wenn Tabellen die Daten nicht mehr „fassen“ und Sie sie auf mehrere Dateien und Reiter verteilen müssen, ist das ein klares Zeichen: Excel hält mit dem Wachstum des Unternehmens nicht mehr Schritt. Dann lohnt sich ein PXM-System, das große Datenmengen bewältigt und geordnet hält.
  • Wenn Sie über mehrere Kanäle verkaufen (Onlineshop, mobile App, Marktplatz oder PDF-Kataloge) und jede Aktualisierung ein eigener Arbeitsschritt ist, wird Excel zu manuell. Mit PXM für den E-Commerce ändern Sie Daten an einer Stelle und synchronisieren sie automatisch in allen Kanälen.
  • Wiederkehrende Fehler in Produktdaten (Tippfehler, veraltete Preise, unvollständige Beschreibungen) zeigen, dass die bisherige Arbeitsweise versagt. Das gilt besonders im B2B-E-Commerce, wo Daten korrekt und aktuell sein müssen. Diese Probleme lassen sich durch den Wechsel von Excel zu einem PXM-System leicht beseitigen, denn es validiert und standardisiert die Informationen.
  • Sinkt die Leistung des Teams, weil die meiste Zeit für das manuelle Kopieren von Daten draufgeht, sind Tabellen eindeutig nicht mehr effektiv. Mit einem PXM-System erfassen Sie Daten einmal, und sie erscheinen überall. Das spart Zeit und erhöht die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, die sich auf strategische Aufgaben statt auf das Kopieren von Daten konzentrieren können.

Trifft auch nur eines dieser Signale auf Ihr Unternehmen zu, ist es höchste Zeit, über die Einführung eines PXM-Systems nachzudenken. Die Anfangsinvestition mag groß wirken, doch geordnete Prozesse und Daten zahlen sich sehr schnell aus, besonders für schnell wachsende Unternehmen im E-Commerce oder B2B.

Beispiele für Unternehmen, die zu PXM gewechselt sind

Theorie ist das eine, konkrete Beispiele überzeugen am meisten. Hier zwei Praxisbeispiele von Unternehmen aus verschiedenen Branchen, die von Excel zu PXM gewechselt sind und so ihr Produktdatenmanagement und ihre Effizienz deutlich verbessert haben.

PXM in der Modebranche (B2C): Der Online-Modeshop startete wie die meisten kleinen Unternehmen mit Excel. Mit der wachsenden Kollektion kamen die typischen Probleme: Fehler in Beschreibungen, fehlende Konsistenz zwischen den Kanälen und ein immer langsameres Team. Das Unternehmen entschied sich, ein PXM-System (Pimcore) einzuführen, das die Art, wie Produktdaten verwaltet werden, grundlegend verändert hat. Neue Kollektionen gehen jetzt deutlich schneller online, und die Produktdaten sind in allen Vertriebskanälen konsistent. Das Ergebnis: ein besseres Kundenerlebnis und deutlich mehr Umsatz.

PXM im B2B-E-Commerce (Elektronik): Ein Großhändler für elektronische Bauteile hatte ein großes Problem mit verstreuten Tabellen: Die Daten waren inkonsistent, Aktualisierungen liefen manuell, und Fehler waren häufig. Das Unternehmen führte ein PXM-System ein, integriert mit der Plattform OroCommerce, die wiederum mit dem ERP und der B2B-E-Commerce-Plattform verbunden war. So erhielt es ein zentrales Management der Produktdaten, automatische Aktualisierungen des Angebots und eine einheitliche Botschaft an die Kunden. Der Wechsel von Excel zu PXM brachte enorme Zeitersparnis und beseitigte Fehler in der Produktkommunikation.

So bereiten Sie die PXM-Einführung vor

Die Entscheidung ist gefallen: Es ist Zeit, ein PXM-System einzuführen. Aber wo anfangen, damit der Prozess reibungslos läuft und echten Nutzen bringt? Diese bewährten Praktiken erleichtern den Wechsel von Excel zu PXM und helfen, Team und Produktdaten vorzubereiten.

  • Definieren Sie Anforderungen und Ziele der PXM-Einführung. Analysieren Sie, welche Produktdaten Sie verwalten, wie viele Vertriebskanäle Sie nutzen und welchen Grad an Automatisierung Sie brauchen. Klären Sie, ob ein klassisches PIM reicht oder ob Sie ein vollständiges PXM für den E-Commerce mit Sprachversionen, Workflows und Integrationen brauchen. Diese Analyse hilft bei der Wahl der richtigen Lösung.
  • Die Wahl eines PXM- oder PIM-Systems ist ein entscheidender Moment. Vergleichen Sie die verfügbaren Plattformen (etwa Pimcore, Akeneo oder OroCommerce) nach Integrationen, Funktionen und Bedienbarkeit. Prüfen Sie auch, ob Support und Dokumentation verfügbar sind. Testen Sie das System vor der Entscheidung mit einer Demoversion. Die Implementierung wird deutlich einfacher, wenn das Werkzeug zu den Besonderheiten Ihres Unternehmens passt.
  • Die Vorbereitung der Produktdaten auf die Migration ist unverzichtbar. Vor der PXM-Einführung lohnt es sich, Dubletten zu entfernen, Formate zu vereinheitlichen, Fehler zu korrigieren und die Informationen zu vervollständigen. Eine saubere Datenbasis sichert eine schnelle Migration und einen reibungslosen Betrieb ab dem ersten Tag.
  • Die Einbindung des Teams in die PXM-Einführung ist der Schlüssel zum Erfolg. Benennen Sie eine Projektleitung, verteilen Sie Verantwortlichkeiten und sorgen Sie für Kommunikation zwischen den Abteilungen. Schulen Sie alle Nutzer im neuen Werkzeug. Führen Sie das System schrittweise ein, zum Beispiel zuerst für eine Produktkategorie. Testen und optimieren Sie laufend, dann gelingt der Abschied von Excel reibungslos und ohne Stress.

Fazit

Der Wechsel von Excel zu PXM mag wie ein großer Schritt wirken, doch genau er öffnet einem Unternehmen den Weg zu Skalierbarkeit und Ordnung. Im dynamischen E-Commerce und B2B-E-Commerce versagen klassische Tabellen, wenn die Zahl der Produkte wächst und sich die Vertriebskanäle vervielfachen. Ein PXM-System bietet, was Excel nicht kann: vollständige Zentralisierung und Automatisierung der Produktdaten, Integration mit ERP und E-Commerce, Omnichannel-Fähigkeit und personalisierte Inhalte. Wenn Ihnen hochwertige Daten, Zeitersparnis und ein effizientes Team wichtig sind, ist jetzt der richtige Moment, in PXM zu investieren.

Überlegen Sie, wie das Produktdatenmanagement heute in Ihrem Unternehmen läuft. Erfüllen Tabellen noch ihren Zweck, oder bremsen sie Sie bereits? Wenn Sie diese Herausforderungen wiedererkennen, ist Excel vs. PXM keine Theorie mehr, sondern eine echte Entscheidung. Machen Sie den Schritt zu Ordnung, Automatisierung und Effizienz. Es ist Zeit für ein PXM-System, das zu Ihrem Unternehmen passt.

Und wie gehen Sie mit Produktdaten um? Führen Sie sie noch in Tabellen, oder haben Sie schon Erfahrung mit PIM/PXM? Schreiben Sie es in die Kommentare: Ich freue mich auf Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen!

Beginnen Sie mit den Grundlagen: Was ist PXM?

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Über den Autor

Olgierd Mrozik

CEO

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