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Onboarding von Lieferantendaten: von der Datei zum fertigen Katalog

Lesezeit: 3 Min.Geprüft von: Olgierd Mrozik

Warum Produktdaten von Lieferanten oft in schlechtem Zustand ankommen, was das an Umsatz, Retouren, Handarbeit und langsamen Produkteinführungen kostet und warum die Lösung an der Quelle beginnt.

Chaos in den Produktdaten der Lieferanten

Im Bau- und DIY-Handel kennen viele Leiter im B2B-E-Commerce ein klassisches Problem: Produktdaten von Lieferanten beschaffen und bereinigen. Lieferanten (Hersteller) schicken Produktinformationen oft in beliebigen Formaten: als PDF- oder Excel-Dateien, im Text von E-Mails, manchmal sogar als Fotos von Tabellen. Bei so schlechtem Input verbringt das E-Commerce-Team viel Zeit damit, die Informationen von Hand zu bereinigen, zu ergänzen und zu vereinheitlichen, bevor sie in den Onlineshop oder den Produktkatalog gelangen. Eine einzige, konsistente Single Source of Truth für Produkte gibt es so nicht: Die Daten liegen verstreut in ERP, E-Mails und PDF-Katalogen. Jede Änderung muss mehrfach eingegeben werden, was das Risiko von Fehlern und Verzögerungen erhöht.

Warum ist das ein Problem? Weil ohne gute Produktdaten selbst die beste E-Commerce-Strategie nicht funktioniert. Im Report „2024 State of B2B Ecommerce“ von Forrester Consulting gaben 66 % der befragten Unternehmen an, „schlechte“ Daten zu haben. Mehr als 40 % nannten Datensilos und unzureichende Technologie als größte Herausforderungen. Der Report bringt es auf den Punkt: „Ohne gute Daten lassen sich die Probleme im B2B-E-Commerce nie lösen.“ Mit anderen Worten: Sind die Produktdaten der Lieferanten unvollständig oder falsch, wird die gesamte Online-Vertriebsinitiative von Anfang an ausgebremst.

Die Folgen schlechter Datenqualität

Vernachlässigte Produktdatenqualität verursacht echte Kosten. Das sind die wichtigsten.

Verlorener Umsatz

B2B-Einkäufer brechen einen Kauf ebenso wie Privatkunden ab, wenn wichtige Informationen fehlen oder widersprüchlich sind. Laut Eklipse Creative kosten unvollständige oder falsche Produktdaten Unternehmen im Durchschnitt geschätzt 9,7 Mio. US-Dollar pro Jahr.

Unzufriedene Kunden und Retouren

Datenfehler (falsche Maße, eine fehlerhafte technische Beschreibung) führen dazu, dass das falsche Produkt geliefert wird. Im B2B kann das ein Bauprojekt verzögern oder eine zweite Lieferung nötig machen. Im gesamten Handel gingen laut derselben Quelle 31 % der Retouren im Jahr 2024 auf ungenaue Produktbeschreibungen zurück. Jeder solche Fehler schadet dem Vertrauen in die Marke und in die B2B-Beziehung.

Steigende Betriebskosten

Mitarbeitende verlieren Zeit damit, Lieferanteninformationen immer wieder zu korrigieren und zu ergänzen. Das Abtippen von Daten aus PDFs oder E-Mails ist langsam und fehleranfällig. In vielen B2B-Unternehmen dauert das Onboarding der Daten eines einzigen Lieferanten Wochen mühsamer Arbeit. In dieser Zeit fehlen neue Produkte im Sortiment, und vorhandene Informationen sind womöglich schon veraltet.

Langsame Produkteinführungen und gebremstes Wachstum

Muss jedes neue Produkt eine manuelle Datenbereinigung durchlaufen, dauert die Veröffentlichung auf einer B2B-Plattform viel länger als nötig. Studien, die Eklipse Creative zitiert, zeigen: Fast die Hälfte der Unternehmen (45 %) braucht 6 bis 11 Monate, um Produktdaten für neue Vertriebskanäle zu aktualisieren, und 21 % brauchen 1 bis 2 Jahre. Im Baustoffhandel, wo ein Sortiment Zehntausende SKUs umfassen kann, bedeutet das erhebliche Verzögerungen beim Markteintritt. Ein Unternehmen, das vollständige Informationen zu neuen Produkten (etwa einer neuen Werkzeug- oder Materiallinie) nicht schnell veröffentlichen kann, verliert seinen Wettbewerbsvorsprung und seine Skalierbarkeit.

Kurz gesagt: Schlechte Produktdaten bedeuten echte finanzielle Verluste und Imageschäden. Die gute Nachricht: Es gibt bewährte Wege, das Problem an der Quelle zu lösen. Einer davon ist ein Portal, über das Lieferanten ihre Daten selbst liefern und Ihr Team sie prüft, bevor sie ins PIM gelangen. Mehr dazu auf unserer Seite zum Lieferanten- und Partnerportal.

Quellen

  1. Implementing Product Information Management · Pimcore
  2. B2B ecommerce is hindered by bad data (Forrester 2024 State of B2B Ecommerce) · Digital Commerce 360
  3. The hidden cost of bad product data · Eklipse Creative
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Über den Autor

Olgierd Mrozik

CEO

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